bald


bald

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bald [balt] <Adverb>:
1.
a) nach kurzer Zeit:
er wird bald kommen; so bald als/wie möglich; er hatte es sehr bald (schnell, rasch) begriffen.
Syn.: beizeiten, demnächst, in Bälde (Papierdt.), in Kürze.
b) (ugs.) beinahe:
wir warten schon bald drei Stunden.
Syn.: annähernd, fast, nahezu.
2. bald …, bald: bezeichnet den Wechsel von zwei Situationen: bald regnet es, bald schneit es.
Syn.: einmal …, einmal; mal …, mal.

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bạld 〈Adv.〉
1. innerhalb kurzer Zeit, in Kürze
2. wenig später, kurz danach
3. 〈umg.〉 beinahe, fast
● ich wäre \bald hingefallen; ich werde \bald kommen; \bald lachte, \bald weinte sie vor Freude manchmal, abwechselnd; sagen: ich hätte \bald etwas gesagt! ich wäre fast unhöflich od. energisch geworden; er wäre \bald verzweifelt(all)zu \bald (all)zu schnell; bis \bald (Abschiedsgruß); \bald danach, \bald drauf; möglichst \bald; sehr \bald; das ist nicht so \bald getan das geht nicht so schnell; er wird so \bald nicht kommen; so \bald als, wie möglich; \bald so, \bald so einmal so, einmal anders [<ahd. bald „kühn“, engl. bold <germ. *balþa „kühn, tapfer“ <idg. *bhel-, *bhol- „schwellen“; verwandt mit Ball, Bolle, Balg, Polster]

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bạld <Adv.> [mhd. balde = sogleich; schnell, urspr. = mutig, kühn, ahd. bald = kühn, mutig, eigtl. = aufgeschwellt, hochfahrend]:
1. <Steig.: eher, am ehesten, landsch., ugs.: bälder, am bäldesten>
a) (landsch., bes. ostmd. auch: balde) in[nerhalb] kurzer Zeit, nach einem relativ kurzen Zeitraum:
ich komme b. wieder;
b. danach;
b. ist Ostern;
so b. als/wie möglich;
möglichst b.;
hast du jetzt b. genug? (landsch. ugs.; hast du endlich genug?);
bist du b. still? (landsch. ugs.; bist du endlich still?);
bis b.!; auf b.! (ugs.; Abschiedsformel);
b) leicht, schnell, rasch:
etw. sehr b. begriffen haben;
nicht so b. einschlafen können.
2. (ugs.) fast, nahezu:
das hätte ich b. vergessen;
wir warten schon b. drei Stunden.
3. nur in dem Wortpaar
b. – b. (zur Bezeichnung einer raschen Aufeinanderfolge, eines Wechsels von zwei Situationen; einmal – ein andermal, teils – teils: b. lacht er, b. weint er).

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bạld [mhd. balde = sogleich; schnell, urspr. = mutig, kühn, ahd. bald = kühn, mutig, eigtl. = aufgeschwellt, hochfahrend] <Adv.>: 1. <Steig.: eher, am ehesten, landsch., ugs.: bälder, am bäldesten> a) (landsch., bes. ostmd. auch: balde) in[nerhalb] kurzer Zeit, nach einem relativ kurzen Zeitraum: ich komme b. wieder; b. danach; b. ist Ostern; so b. als/wie möglich; möglichst/(seltener:) tunlichst b.; „Ich meine bloß, wir machen balde zu“, sagte die Serviererin (Bieler, Bär 302); als drohende Frage od. Aufforderung: hast du jetzt b. genug? (landsch. ugs.; hast du endlich genug?); bist du b. still? (landsch. ugs.; bist du endlich still?); *bis b.!; auf b.! (ugs.; Abschiedsformel); ∙ Der Seppe stieg nicht bälder von dem Wagen, als bis der Bauer in seiner Hofrait hielt (Mörike, Hutzelmännlein 177); b) leicht, schnell, rasch: etw. sehr b. begriffen haben; nicht so b. einschlafen können; Wie b. werden helle Pullover schmuddlig, wenn man reist (Muschg, Gegenzauber 420); Das würde einem Architekten so b. nicht gelingen (Frisch, Montauk 190). 2. (ugs.) fast, nahezu: das hätte ich b. vergessen; wir warten schon b. drei Stunden; der Weg am diesseitigen Ufer, den wir gehen - man kann ihn schon b. eine Promenade nennen (Berger, Augenblick 37). 3. <nur in dem Wortpaar> b. - b. (zur Bezeichnung einer raschen Aufeinanderfolge, eines Wechsels von zwei Situationen): einmal - ein andermal, teils - teils: bald lacht er, bald weint er.

Universal-Lexikon. 2012.